NOE® Waidmarkt Köln

  • Das Motel One Köln-Waidmarkt, ist das 40. Haus der Low Budget Design Hotelkette und steht unter dem Motto „Kölner Wasser“. Es ist Bestandteil des neuen Stadtquartiers Waidmarkt. (Foto: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons)*

  • Im Herzen von Köln errichtete die Köster GmbH, Osnabrück auf über 60000 m² auf dem Waidmarkt ein modernes Stadtquartier mit Gewerbe- und Wohnflächen.

  • Nur mit einer durchdachten Baustellen-Logistik und Just-in-Time-Lieferungen war auf der Baustelle Waidmarkt ein effizienter und rationeller Bauablauf möglich.

  • Bei den engen und spitzwinkligen Grundrissen konnte die NOEtop mit ihrem logischen Tafelraster ihre Stärken ausspielen.

  • Neben der NOEtop Rahmenschalung setzte Köster GmbH auf der Baustelle Waidmarkt die NOE H 20 Deckenschalung ein.

Neues Leben im Quartier

Just-in-Time-Lieferungen erleichterten Köster GmbH, Osnabrück die Arbeit auf der Baustelle Waidmarkt, Köln

Seit dem Spatenstich Ende 2010 entstand im Herzen Kölns ein neuer Stadtteil mit zwei Hotels, Wohnungen, Bürogebäuden, diversen Einzelhandelsflächen und einer Schule. Hierfür errichtete die Köster GmbH als Generalunternehmer schlüsselfertig mehrere Gebäude gleichzeitig, die auf unterschiedlichste Anforderungen ausgerichtet wurden. An und für sich ist dies schon eine anspruchs­volle Aufgabe. Hinzu kamen noch sehr beengte Platzver­hältnisse, die aus dem Objekt eine besondere Heraus­forderung machten. Um sie optimal zu meistern, griff das ausführende Unternehmen bei den Betonarbeiten auf die Unterstützung von NOE-Schaltechnik, Niederlassung Düsseldorf - Korschenbroich zurück.

Städtebauliche Konzeption und Nutzungskonzept

Beim Entwurf des Waidmarktes nutzten die Planer klassische städtebauliche Gestaltungsrichtlinien. Sie schotteten das Quartier mit einer L-förmig angeordneten Riegelbebauung von zwei sehr stark befahrenen Straßen ab. Der Gebäudekomplex wird zukünftig von den Hotelketten „Motel One“ und „Aparthotel Adagio“ genutzt. An einer der weniger befahrenen Straßen siedelten die Planer drei blockartige Gebäudekörper an, in denen Läden des täglichen Bedarfs, die Schulerweiterung des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums sowie Wohnungen entstanden sind. Den Kern des Viertels bilden drei einzelne Häuser, die als reine Wohngebäude konzipiert wurden. Eine zweigeschossige Tiefgarage, die sich teilweise über die gesamte Quartiersfläche erstreckt, bietet zahlreiche Parkmöglichkeiten. Die Folge dieser zum Teil sehr unterschiedlichen Gebäudenutzungen war, dass das ausführende Unternehmen gleichzeitig mehrere Häuser mit verschiedenen baulichen Vorgaben, wie zum Beispiel unterschiedlichen Raumhöhen und voneinander abweichenden Deckenstärken, zu errichten hatte.

Erfolg mit viel Disziplin und zuverlässige Lieferanten

Erschwerend kam hinzu, dass sich ein Teil der Immobilien durch eine ungewöhnliche Gebäudegeometrie mit spitzwinkligen Wandecken auszeichnen oder Sichtbetonelemente enthalten. Weil sich das Grundstück im Herzen der Stadt an zwei stark befahrenen Straßen befindet, konnten die Mitarbeiter der Köster GmbH das erforderliche Arbeitsmaterial größtenteils nur auf der Baustelle lagern. Möglich war dies nur mit Hilfe einer durchdachten Baustellenlogistik. Andrej Janzen, der zuständige Bauleiter, sagte hierzu: „Um die Arbeit möglichst effizient zu gestalten, war sehr viel Disziplin notwendig. Beispielsweise haben wir für jedes Gebäude einen eigenen Schalungssatz erstellt, der geschossweise zum Einsatz kam. Dieser musste im Gebäude verbleiben. Einzelne Elemente durften lediglich im Ausnahmefall an andere Gebäude verliehen werden. Nur so war zu gewährleisten, dass in allen Häusern gleichzeitig gebaut werden konnte.“

Beim Schalungslieferanten entschied sich der Generalunternehmer für NOE-Schaltechnik. Denn wie bei allen anderen Objekten, die Köster GmbH mit NOE schon abwickelte, hatten die Bauspezialisten die Erfahrung gemacht, dass sie sich auf die Liefervereinbarungen von NOE und die Qualität der Schalung absolut verlassen konnten. Deshalb entschied sich das Unternehmen dafür, auch bei diesem Projekt mit NOE-Schaltechnik zusammenzuarbeiten.

Schalungsvielfalt und einfache Handhabung

Obwohl alle Beteiligten versuchten, die Menge der auf der Baustelle befindlichen Schalung so gering wie möglich zu halten, befand sich zu Spitzenzeiten Schalungsmaterial im Wert von vier Millionen Euro vor Ort. Sie waren notwendig, um die rund 32.000 m³ Beton zu ver­arbeiten.

Einen großen Anteil dieser Schalungsmenge nahm die NOEtop Rahmenschalung ein, weil sie sich äußerst flexibel einsetzen lässt. Besondere Vorteile der NOEtop sind, dass ihre Profile innen wie außen feuerverzinkt sind, dass die Materialstärke des Rahmenprofils bei allen Schaltafeln – ob groß oder klein – einheitlich 3,5 mm beträgt, und dass alle Schaltafeln mit Gussecken mit integrierter Hebelkante ausgestattet sind.

Beim Waidmarkt verwendeten die Mitarbeiter der Köster GmbH die NOEtop hauptsächlich zur Herstellung von 66.000 m² Seitenwänden.

Im Bereich der Tiefgarage erforderte die komplexe  Geometrie von sich durchdringenden Unterzügen und unterschiedlichen Deckenhöhen ein sehr flexibles System. Dies wurde in Form von H 20-Deckenschalung in Kombination mit der leichtgewichtigen NOEalu L gefunden. Aufgrund ihres geringen Gewichtes war sie als Handschalung für diese Aufgabe besonders geeignet. Die Gebäudedecken wurden mithilfe der NOE H 20 Deckenschalung betoniert.

Durch die Kombination dieser zum Teil sehr gut aufeinander abgestimmten Schalungssysteme waren die Mitarbeiter von Köster GmbH in der Lage, die Betonarbeiten des Waidmarktes innerhalb von 66 Wochen fertigzustellen.

Bautafel

  • Ausführendes Unternehmen:
    Köster GmbH, Osnabrück

 

*Fotonachweis siehe auch via Wikimedia Commons