Klinikum Stuttgart

  • In der Spitze sind ca. 2.000 m² NOEtop auf Stuttgarts größter Baustelle im Einsatz.

  • In die NOEtop ist eine Gurtung integriert. Dadurch wird einhäuptiges Schalen bis 3,31 m Höhe ohne zusätzliche Gurtung möglich. Dies erleichtert nicht nur die Arbeit auf der Baustelle, sondern spart auch beträchtlich an Lagerkapazität. Ein unschätzbarer Vorteil gerade auf innerstädtischen Baustellen.

  • Entscheidend bei der Auftragsvergabe waren die Aufwands- und Kosteneinsparungen die sich mit dem Einsatz der NOEtop Wandschalung erreichen lassen.

  • Beim Klinikum Stuttgart wird für die vertikalen Bauteile die komplette Schaltechnik und Betonschalungen von NOE geliefert.

Stuttgarts größte Baustelle

NOE Wand und Stützenschalung für Klinikum in Stuttgart Mitte

Im vergangenen Jahr wurde der Grundstein für die Hochbaumaßnahmen auf der größten Krankenhaus-Baustelle Baden-Württembergs und der zurzeit größten Baustelle in Stuttgart gelegt. In Stuttgart Mitte errichtet die Arbeitsgemeinschaft Klinikum Stuttgart bestehend aus Wayss & Freytag Ingenieurbau, Niederlassung Stuttgart und Wolff & Müller, beide Stuttgart ein Klinikum mit 2.000 Räumen und 93.000 m² Bruttogeschossfläche entstehen. Die Betonschalung für alle vertikalen Bauteile auf dieser Baustelle der Superlative liefert NOE-Schaltechnik.

Fährt man auf der Kriegsbergstraße in Stuttgart am Katharinenhospital vorbei, gibt nichts einen Hinweis auf die riesige Baustelle, die sich direkt hinter dem Hauptgebäude der Klinik befindet. Der Neubau des Kinder- und Frauenzentrums zählt nicht nur zu der größten Baustelle der Stadt Stuttgart, sondern ist auch die größte Klinik-Baustelle Deutschlands. Das Kinder- und Frauenzentrum ist als Gebäudekomplex mit einem Sockelbau und sechs versetzt darauf angeordneten Pavillons geplant.
Bereits vor Beginn der Grabungsarbeiten wurden 300 Bohrpfähle von jeweils einem knappen Meter Durchmesser bis zu 38 m tief in das Erdreich getrieben und mit Beton ausgegossen. Die so entstandene Grubenwand von 180 m Länge wurde von 900 Ankern fixiert, die bis zu 30 m in den Kriegsberg hineinreichen. Lange Bohrpfähle und eine massive Bodenplatte von 1,40 m Dicke geben dem Gebäudekomplex die Stabilität.
Jeden Tag wächst der Klinikneubau ein Stück in die Höhe. Und dazu trägt der Einsatz der NOEtop Wandschalung einiges bei. Ins­gesamt hat NOE 1.300 m² Wandschalung auf der Baustelle, die bis zum Schluss auf 2.000 m² aufgestockt wird. „Wir haben hier Wände die wir 9 m hoch einhäuptig geschalt haben“, erklärt Dimitri Pingos, Polier auf der Baustelle „und das war schon etwas Besonderes“. Denn aus der Wand ragten zusätzlich Spannlitzen für den Verbau. Mit diesen Litzen musste die Wand zusammen mit dem Verbau in das Erd­reich verankert werden. „Wir mussten also um die Spannlitzen schalen.“
Schalungstechnisch eine enorme Herausforderung, da diese Aussparrungen bereits vor Einsatz in die Schalung vorgesehen werden mussten, um den Platz für die Spannlitzen freizugeben. Bekanntermaßen überlässt man bei NOE nichts dem Zufall und so wurde vor der Planung des gesamten Schalungsprojektes ein Geometer mit einbezogen, der die Abmessungen der Spannlitzen berechnete, damit die Aussparung genau dort erfolgte, wo letztendlich die Litze platziert ist. Und das nicht nur in der Theorie, sondern auch vor Ort auf der Baustelle, um ganz konkret die korrekte Lage festzustellen und die Vorgehensweise mit dem kompletten Bauteam festzulegen.
„Ein prima Gefühl ist es dann, wenn auf der Baustelle alles hervorragend klappt und umgesetzt werden kann, obwohl gerade mal noch 5 cm Raum waren wo wir mit der Schalung vorbeikommen mussten“.
Ein weiteres Merkmal für optimale Baustellenplanung und Materialeinsatz ist der Einsatz der NOEtop mit integrierter Gurtung. Dadurch wird einhäuptiges Schalen bis 3,31 m ohne zusätzliche Gurtung möglich. „Hier auf der Baustelle haben wir nur 2,50 m, also eine flexible Erleichterung auf der Baustelle“, erklärt der Polier. Aber nicht nur eine Arbeitserleichterung, sondern auch eine beträchtliche Lagerkapazität auf der Baustelle wird dadurch eingespart. Der Lagerplatz bei innerstädtischer Bebauung ist generell begrenzt und deshalb ist Flexibilität gefordert. Bei NOE wurden daher bereits 15 Hebebühnen intern vorgefertigt. Neben vielen Vorteilen der NOE Schalung waren Aufwands- und Kosteneinsparung verbunden mit kompetenter Flexibilität des Unternehmens schließlich ein Argument bei der Vergabe der Schalungsarbeiten für dieses imposante Baustellenprojekt.

Bautafel:

  • Bauherr:
    Landeshauptstadt Stuttgart, Referat Krankenhäuser, Klinikum Stuttgart
  • Projektleitung:
    Landeshauptstadt Stuttgart, Hochbauamt
  • Projektsteuerung:
    ARGE Projektsteuerung Klinikum Stuttgart bestehend aus
    HWP Planungsgesellschaft mbH und Drees & Sommer GmbH, Stuttgart
  • Architekten Frauen- und Kinderklinik:
    ARGE HPPSFP bestehend aus:
    HPP Laage und Partner, Stuttgart und Sorg und Frosch Planungs GmbH, Stuttgart
  • Ausführendes Bauunternehmen:
    Arbeitsgemeinschaft Klinikum Stuttgart bestehend aus:
    Wayss & Freitag Ingenieurbau, Niederlassung Stuttgart, Stuttgart und Wolff & Müller, Stuttgart