Keine Nervensache

Bei den Schalarbeiten profitierte Wolfer & Goebel von der Flexibilität des NOEtop Schalsystems.
Bei den Schalarbeiten profitierte Wolfer & Goebel von der Flexibilität des NOEtop Schalsystems.
Über 1400 m² NOEtop Wandschalung war auf der Baustelle im Einsatz.
Über 1400 m² NOEtop Wandschalung war auf der Baustelle im Einsatz.
Bei der NOEtop Wandschalung sind die Gurtungen in die Schaltafel integriert.
Bei der NOEtop Wandschalung sind die Gurtungen in die Schaltafel integriert.
Bei den Decken kam die NOE H 20 Deckenschalung zum Einsatz.
Bei den Decken kam die NOE H 20 Deckenschalung zum Einsatz.
Die NOE H 20 Deckenschalung diente auch als Unterbau für die Montage der Balkone, die als Fertigteile angeliefert wurden.
Die NOE H 20 Deckenschalung diente auch als Unterbau für die Montage der Balkone, die als Fertigteile angeliefert wurden.
  • Bei den Schalarbeiten profitierte Wolfer & Goebel von der Flexibilität des NOEtop Schalsystems.
  • Über 1400 m² NOEtop Wandschalung war auf der Baustelle im Einsatz.
  • Bei der NOEtop Wandschalung sind die Gurtungen in die Schaltafel integriert.
  • Bei den Decken kam die NOE H 20 Deckenschalung zum Einsatz.
  • Die NOE H 20 Deckenschalung diente auch als Unterbau für die Montage der Balkone, die als Fertigteile angeliefert wurden.

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen

Reibungslose Rohbaumaßnahmen an der
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen

Seit annähernd 115 Jahren prägt das Gebäude der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie das Tübinger Stadtbild. Es zeichnet sich durch seine Größe und die reich verzierte Fassade aus. Doch das Bauwerk entspricht mittlerweile nicht mehr dem heutigen Wohn- und Arbeitsstandard, deshalb hat das Hochbauamt Tübingen entschieden, ein neues Klinikgebäude zu errichten.

Bei diesem Neubau handelt es sich um einen T-förmigen Gebäudekomplex, der aus einem Bettenhaus und einem Verbindungsbau zum alten Klinikgebäude besteht. Das Bettenhaus befindet sich nördlich vom Bestandsgebäude und beinhaltet neun Stationen, die in einer zweiflügligen Anlage untergebracht sind. Der Verbindungsbau zeichnet sich durch seine repräsentative Gestaltung aus und dient als Haupteingang. Fertigstellungstermin der beiden Gebäude ist voraussichtlich im Jahr 2011. Dann wird der Startschuss für den Umzug von Personal und Patienten in den Neubau fallen und das alte Gebäude komplett geräumt werden. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, das alte Klinikum vollständig zu renovieren, um anschließend darin sämtliche Außenstellen, die derzeit noch an unterschiedlichen Standorten in Tübingen verstreut sind, zentral unterzubringen.

Rohbau

Bauherr der Klinik ist das Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg in Tübingen. Die Planung der neuen Gebäudeteile leitete Dipl.-Ing. Thomas Strittmatter, ein bei der Behörde beschäftigter Architekt. Die Rohbauarbeiten des Klinikums wurden an das Bauunternehmen Wolfer & Goebel, Stuttgart vergeben. Bauleiter ist Dipl.-Ing. Tobias Rauch. Im Oktober 2008 wurde die Baustelle eingerichtet. Im Rahmen der Rohbauarbeiten musste der Altbestand partiell abgetragen werden, wobei besondere Vorsicht geboten war. Zwar galt es den oberen Teil des alten Gebäudeabschnitts zu entfernen, doch dieser stand auf einem gemauerten Gewölbekeller, der vollständig intakt bleiben musste. In ihm befindet sich die komplette Gebäudetechnik des Klinikums. Aus diesem Grund installierten die Mitarbeiter des Bauunternehmens unter der Kellerdecke mobile Stützen für die Dauer des Baubetriebs und gewährleisteten so sichere Abriss- und Neubauarbeiten.

Sichtbetontreppe

Ein optisches und technisches Highlight sind die beiden Treppen an den seitlichen Fassaden des Bettenhauses. Sie bestehen jeweils aus einer filigran wirkenden Betonscheibe, an der die Treppenläufe montiert werden. Bei seinem Entwurf legte der Architekt großen Wert auf höchste Sichtbetonqualität des Treppenhauses (Sichtbetonklasse 4) und ein symmetrisches Fugenbild mit flächenbündigen Arbeitsfugen. Weil die Stockwerke zum Teil jedoch unterschiedliche Rohbauhöhen haben, war es nicht möglich, eine einheitliche Schalung für alle Etagen zu verwenden. Es musste also eine Lösung gefunden werden, die sowohl hervorragenden Sichtbeton erlaubt, als auch die Kosten im verantwortbaren Rahmen hält. Hierbei arbeiteten die Mitarbeiter von Wolfer & Goebel eng mit den Fachleuten des Schalungsherstellers NOE-Schaltechnik, Süssen zusammen. Gemeinsam entschieden sie, die Rahmenschalung NOEtop zu verwenden und diese für jede Etage mit einem neuen Schalbelag zu versehen. So war die Grundlage für eine hervorragende Oberflächenstruktur des Betons gegeben und die Fugen konnten entsprechend den Anforderungen ausgeführt werden.

Bettenhaus

Der Ostflügel des Bettenhauses besteht aus fünf Pflegegeschossen, der Westflügel aus vier Pflege- und zwei Untergeschossen. Das Bauunternehmen Wolfer & Goebel mietete sämt­liche Schalungen, die zur Errichtung von Bettenhaus und Verbindungsbau nötig waren, bei NOE-Schaltechnik an. Tobias Rauch sagt hierzu: „Die Übergabe der Schalung war sehr gut von NOE organisiert. Obwohl wir hier auf der Baustelle viel Material benötigten, waren neben den ausführlichen Schalungsplänen auch die Schalung termingerecht vor Ort.“ Insgesamt 320 Tonnen Schalungsmaterial wurden nach Tübingen geliefert. Sie bildeten zusammen mit der NOE H 20 Deckenschalung die Grundlage zur Erstellung der Betondecken in Halbfertigteilkonstruktion des Klinikneubaus. Bei der Montage profitierten die Mitarbeiter von der Flexibilität des Systems. Es ermöglichte einerseits die effektive Fertigung der normalen Raum-Decken, ließ sich aber andererseits auch mühelos zu einer baustellenspezifischen Spezialkonstruktion umbauen. Diese war nötig, um die sehr schmalen Balkone als Massivfertigteile errichten zu können. Die Last aller Gebäudedecken wird entweder über Rundstützen, Schotten oder über Rechteck-Stützen abgeleitet. Letztere wurden mit dem robusten Schalungssystem NOE Vario 2000, das speziell zum Bau von Stützen entwickelt wurde, erstellt. Mit dem rasterfreien System lassen sich stufenlos einstellbare Querschnitte erzeugen. Infolge des frei wählbaren Belags eignet sich NOE Vario 2000 auch hervorragend zur Errichtung von Sichtbetonstützen. Für den Rohbau der Tübinger Klinik verwendeten die Mitarbeiter von Wolfer & Goebel ungefähr 1.400 m² der Wandschalung NOEtop. Bei diesem System handelt es sich um eine Rahmenschalung mit integrierter Gurtung, die dank ihrem gut durchdachten Verbindungssystem schnell zu montieren ist. Gleichgültig, ob normale Verbindungen, Ecken, Aufstockungen oder Ausgleiche bis zu 42 mm auf der Tübinger Baustelle erstellt werden mussten, es war nur ein Verbindungsmittel nötig. Darüber hinaus konnte für Rechteck-Stützen, Eck-Lösungen, Fundament-Verspannungen und -Endabschalungen die vielseitige Multikralle verwendet werden. Beim Ausschalen profitierten die Monteure z. B. bei 90°-Innenecken von 4°-Ausschalspiel, das ein einfaches Ausschalen ermöglicht.

Ende der Rohbauarbeiten

Das Resümee von Tobias Rauch nach Abschluss der Rohbauarbeiten: „Die Dienstleistung der NOE-Schaltechnik war sehr gut und die Mitarbeiter des Unternehmens haben sich als kompetente, engagierte Partner erwiesen. Das Schalungsmaterial lies sich schnell und effektiv montieren. Ich kann mir durchaus vorstellen, auf der nächsten Baustelle wieder NOE-Schalungen zu verwenden.“

Bautafel:

  • Bauherr und Architekt:
    Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen, 72076 Tübingen
  • Rohbau:
    Wolfer & Goebel, Baubereich 2, 70327 Stuttgart