
Die Außenflächen werden mit Planen überspannt. Absperrlatten und
beschriftete Latten werden befestigt. (Foto: Bernhard Kägi)
NOEtop Schaltafeln werden zur
Ausstellungsfläche
Marie Meierhofer war eine Ärztin die sich als Vorreiterin der
Kinderheilkunde und der Kinderpsychiatrie in der Schweiz einen Namen gemacht
hat. Unter dem Titel „Den Kindern ein Haus bauen“ wurde am 18. Juni 2009 mit
NOEtop Schaltafeln der Firma NOE-Schaltechnik GmbH, Aarau, Schweiz ein
temporäres Ausstellungsgebäude errichtet. Es stand bis zum 2. Juli 2009 mitten
in Zürich und dokumentierte, anlässlich des 100. Geburtstags der Ärztin, das
Leben und das Werk der unermüdlichen Forscherin.
Der Zeitplan zum Aufbau der Ausstellung war knapp. Nur circa acht Stunden
blieb allen Beteiligten, um auf dem Platz vor dem Café Rathaus in Zürich
aus dem Nichts eine Präsentation über Marie Meierhofer zu errichten. Die
Arbeiten begannen bei Tagesanbruch. Zunächst wurde der Platz abgesperrt und
ausgemessen. Gegen sieben Uhr traf der Lastwagen der Firma NOE-Schaltechnik ein,
um die kostenlos zur Verfügung gestellten Schaltafeln anzuliefern. Diese waren
ein wichtiges Element der Ausstellung: Einerseits bildeten sie das temporäre
Gebäude, andererseits dienten sie als Präsentationsfläche.
Ein ungewöhnlicher Einsatz für das NOEtop
Schalsystem
Verwendet wurde das innovative Schalsystem NOEtop. Es zeichnet sich
durch seine Feuerverzinkung an Rahmen und Profilen aus. Ein weiterer Vorteil der
NOEtop ist der reduzierte Einsatz von Verbindungselementen und Zubehör.
Hierdurch können Zeit und damit Kosten erheblich eingespart werden. Dadurch ließ
sich auch der knappe Terminplan für den Aufbau der Ausstellung wunderbar
einhalten.
Vom Schalungselement zur Ausstellungsgrundlage
In Zürich wurden die Schaltafeln so angeordnet, dass ein geschützter,
meditativer Innenbereich entstand, dessen Umfassungswände die glatte,
gleichmäßige Schalhaut bildete. Von außen war die verzinkte NOEtop
Tragkonstruktion zu sehen. Diesen haptischen Unterschied machten sich die
Ausstellungsdesigner zu Nutze: Außen befestigten die Gestalter rot-weiße
Absperrlatten die an eine Baustelle erinnerten. Diese symbolisierten, dass
selbst heute noch vieles für Kinder ein Sperrgebiet ist. Auf einem über die
Schalungsplatten gespannten Stoffband wurden Forderungen verschiedener
Organisationen aufgelistet, die sich mit dem Wohl von Kindern beschäftigen.
Ergänzt wurden sie durch Piktogramme von spielenden und sich bewegenden Kindern.
Diese sollten verdeutlichen, dass Kinder für eine gesunde Entwicklung Raum
brauchen. Im geschützten Innenbereich der Ausstellung wurden große Banner
befestigt, die Bilder und Text zum Leben von Marie Meierhofer zeigten. Die
Gestaltung der einzelnen Banner erfolgte durch zwei junge Absolventen der
Hochschule für Gestaltung Luzern.
Die Ausstellung
Eröffnet wurde die Ausstellung am 18. Juni 2009 um 16.00 Uhr durch den
Stiftungspräsidenten Dr. jur. Marco Hauser und die Stadtpräsidentin von Zürich
Corine Mauch. Beide durchtrennten vor zahlreichen interessierten Zuschauern ein
rot-weißes Band und gaben so das temporäre „Haus für Kinder“ zur Besichtigung
frei.
Mit ihrem Beitrag zu dieser Ausstellung hat die NOE-Schaltechnik
bewiesen, dass sie für innovative, ungewöhnliche Ideen offen ist und die
Bereitschaft hat, sich für einen guten Zweck einzusetzen.
Zur Person Marie Meierhofer
Marie Meierhofer wurde am 21. Juni 1909 geboren. Sie hatte fünf Geschwister,
doch durch einen Unfall verlor sie im Alter von acht Jahren ihren zwei Jahre
jüngeren Bruder. Dessen Tod war der Auslöser für ihr lebenslanges Bemühen um
benachteiligte Kinder. Als sie 16 Jahre alt war, starb ihre Mutter bei einem
Flugzeugunglück. Mit 22 Jahren verlor sie den Vater, der bei einer
Wildwasserfahrt umkam. Marie Meierhofer studierte Medizin, Kinderheilkunde,
Psychiatrie sowie Kinderpsychiatrie. Sie betreute in den Jahren 1942/43
kriegsbeschädigte Kinder in Frankreich. Diese, zum Teil lebensgefährlichen
Erlebnisse führten 1946 zur Gründung des Kinderdorfes Pestalozzi in Trogen. In
den Jahren von 1948 bis 1952 war Marie Meierhofer Stadtärztin von Zürich.
Währenddessen begegnete sie Heimen und Krippen die in einem bedenklichen Zustand
waren. Für die von ihr geforderte liebevolle Kinderbetreuung fehlte es
weitgehend an Mitteln. Dies war der Anlass für die Gründung des „Institutes für
Psychohygiene im Kindesalter“ (1957), dem heutigen „Marie Meierhofer-Institut
für das Kind“. In Anerkennung ihrer vielen Verdienste erhielt die Pionierin der
Kinderpsychiatrie 1974 von der Universität Zürich den Ehrendoktor verliehen. Als
sie im Herbst 1992 erfuhr, dass die Immunschwäche Aids in afrikanischen Dörfern
ganze Generationen von Erwachsenen hinwegraffte, formulierte sie spontan ein
Hilfsprogramm für die Waisenkinder. Es wurde ab 1998 in verschiedenen
afrikanischen Dörfern umgesetzt. Am 15. August 1998 verstarb Dr. med. und Dr. h.
c. Marie Meierhofer und wurde im Familiengrab auf dem Friedhof von Turgi (CH)
beigesetzt.
Weiter Informationen über Marie Meierhofer finden Sie unter: www.mmizuerich.ch sowie www.marie-meierhofer.ch .


Aufstellen des temporären Hauses für Marie Meierhofer durch die Monteure
der NOE-Schaltechnik. (Foto: Bernhard Kägi)

Die Außenflächen werden mit Planen überspannt. Absperrlatten und
beschriftete Latten werden befestigt. (Foto: Bernhard Kägi)

Eröffnung der Ausstellung durch die Stadtpräsidentin von Zürich, Corine
Mauch und den Stiftungsratspräsidenten der Stiftung Archiv Marie Meierhofer Dr.
iur. Marco Hauser. (Foto: Bernhard Kägi)

Dr. Marco Hüttenmoser erläuterte an Hand des NOEtop Verbindungselementes
NOE Toplock das Konzept der Ausstellung. (Foto: Bernhard
Kägi)