
Ein über drei Geschosse offenes und vielfältig nutzbares Foyer bildet das
Herzstück des Bürgerhauses Unterföhring.
Kulturziegel mit einer
Innenarchitektur aus
Sichtbeton
NOEplast Struktur Foehring als gestaltendes Element für die
Innenarchitektur des Bürgerhauses Unterföhring
Die Gemeinde Unterföhring ist Heimat von rund 9000 Einwohnern, wichtiger
Medienstandort und dank seines neuen Bürgerhauses auch Namensgeber einer neuen
NOEplast Strukturmatrize. Diese wurde jedoch einfachheitshalber um die Vorsilbe
„Unter“ gekürzt und heißt heute „Foehring“.
Viele Einwohner Unterföhrings nennen ihr neues Bürgerhaus salopp
„Kulturziegel“. Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes ist dies auch nicht
verwunderlich. Der Baukörper zeichnet sich durch seine kubische Form sowie seine
Rot eloxierte Alu-Außenfassade aus und erinnert damit stark an einen Ziegel. In
seinem Innern befindet sich ein multifunktionaler Saal mit bis zu 700
Sitzplätzen. Zudem sind in dem neuen Gebäude eine Bibliothek sowie Vereins- und
Gruppenräume untergebracht. Ein kleiner Saal im ersten Obergeschoss, Räume für
die Musikschule und einige Ateliers ermöglichen ein vielfältiges, kulturelles
Angebot, womit erklärt ist, warum das Unterföhringer Bürgerhaus nicht einfach
nur „Ziegel“, sondern „Kulturziegel“ genannt wird.
Raumprogramm
Der Neubau, dessen Planung die WerkGemeinschaft Guttenberger aus Stuttgart,
nach dem Erfolg im europaweiten Wettbewerb 2006, übernahm, bietet aber
nicht nur Kulturelles. Die Einwohner der bayrischen Gemeinde können im
Untergeschoss des 10.000 m² großen Gebäudes auch eine Kegelbahn sowie Partyräume
mit zugeordneter Küche nutzen. In den Geschossen darüber befinden sich ein
Restaurant, Räume für die Sozialberatung, großzügige Pausenflächen.
Das über
drei Geschosse offene Foyer bildet das Herz des neuen Bürgerhauses. Es verknüpft
die Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen miteinander und erleichtert die
Orientierung im Gebäude. Offene Treppen und Lufträume ermöglichen
Blickbeziehungen über die Geschosse hinweg. Plattformen auf allen Ebenen regen
die Besucher zur Kommunikation an.
Gelungene Materialwahl
Mit der Wahl der Baumaterialien unterstrichen die Planer die klare und
reduzierte Gebäudeform des Unterföhringer Bürgerhauses. Dementsprechend
verwendeten sie möglichst wenig unterschiedliche Materialien und setzten Licht
als Gestaltungsmittel ein.
Vor allem bei der Erschließung des Gebäudes, dem
Foyer, bewiesen die Mitarbeiter des Büros Guttenberger viel Fingerspitzengefühl.
Hier kombinierten sie große Glasflächen, dunklen Natursteinboden und hellen,
strukturierten Sichtbeton. Die Oberfläche des Sichtbetons ist einer
unterschiedlich tiefen Lattenstruktur aus Lärchenholz nachempfunden.
NOEplast Strukturmatrize Foehring
Die ursprüngliche Idee, die Lärchenholzlatten auf Beton-Schaltafeln
aufzubringen und dann zu betonieren, um die gewünschte Beton-Oberfläche zu
erreichen, wurde jedoch schnell wieder verworfen. Zum einen, weil man nach jedem
zweiten Betoniertakt die Latten hätte austauschen müssen und zum anderen, weil
dies sehr zeitaufwändig und damit teuer gewesen wäre.
Gemeinsam mit den
Architekten und dem ausführenden Bauunternehmen Berger Bau, Passau entwickelte
deshalb NOE-Schaltechnik die neue NOEplast Strukturmatrize „Foehring“.
Diese
besteht aus zehn unterschiedlich langen und unterschiedlich dicken
Lärchenholzlatten mit einer Breite von jeweils 50 mm. Die Strukturmatrize
hat außerdem den Vorteil, dass sie horizontal und vertikal fast unendlich
verlängerbar ist. Dies erwies sich vor allem bei einer zehn Meter hohen Wand im
Foyer des Unterföhringer Bürgerhauses als sehr nützlich.
Die Strukturmatrize
selbst zeichnet sich – wie alle NOEplast Strukturmatrizen – durch eine hohe
Detailtreue und sehr gute Wiedergabequalität aus. Eine Eigenschaft, die
wesentlich zum Gelingen des architektonisch wertvollen Foyers des Unterföhringer
„Kulturziegels“ beitrug.
Diese Strukturmatrizen haben eine Shore-Härte von 65
bis 70 und lassen sich bei fachgerechter Handhabung bis zu 100-mal einsetzen.
Auch das Arbeiten mit diesen Strukturmatrizen ist einfach. Sie wird im
Ortbetonbau auf der Betonschalung befestigt oder im Betonfertigteilwerk in die
Betonschalung gelegt oder geklebt. Anschließend wird betoniert. Nach dem
Aushärten des Betons wird ausgeschalt und die Struktur ist im Beton sichtbar.
NOEplast Strukturmatrizen
Hersteller dieser Polyurethan-Matrize ist NOE-Schaltechnik aus Süssen.
Unter der Bezeichnung NOEplast liefert NOE eine Vielzahl unterschiedlicher
Strukturmatrizen und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, individuelle
Matrizen zu realisieren.
Genau dies nutzten die Architekten von der
WerkGemeinschaft Guttenberger und entwickelten eigens für das Bürgerhaus in
Unterföhring eine neue NOEplast Struktur. Um individuelle Matrizen zu fertigen,
ist in der Regel ein 1:1 Modell der gewünschten Struktur notwendig. Dies kann
entweder aus Holz oder Gips sein. Daraus fertigen die NOE-Mitarbeiter ein
Matrizennegativ. Mit diesem können dann fast beliebig viele Strukturmatrizen für
die Baustelle oder das Betonwerk hergestellt werden.
Wird eine Matrize in
das Standardlieferprogramm aufgenommen, erhält sie in der Regel den Namen ihres
ersten Einsatzortes. So kommt es, dass NOEplast Strukturmatrizen Namen führen
wie zum Beispiel „Biberach“ oder „Riad“. Folglich wäre „Unterföhring“ der
korrekte Name für die beim „Kulturziegel“ erstmals eingesetzte Struktur gewesen.
Um seinen Kunden jedoch die Bezeichnung zu erleichtern, entschied sich
NOE-Schaltechnik die neue Strukturmatrize kurz „Foehring“ zu nennen.
NOEplast Handbuch – neu aufgelegt
Je nach Struktur haben die NOEplast Matrizen unterschiedliche Abmessungen.
Die Größe der jeweiligen Matrize lässt sich auf der Homepage des Herstellers
(www.noeplast.com) oder im neu aufgelegten NOEplast Handbuch nachschlagen.
Dieses enthält alle standardmäßig lieferbaren Strukturmatrizen sowie viele
Einsatzbeispiele und besticht durch seine übersichtliche Gliederung. Zudem zeigt
es, wie einfach sich individuelle Motivideen realisieren lassen – bis hin zu
Fotomotiven.
Bautafel:
- Bauherr:
Gemeinde Unterföhring, 85774 Unterföhring
- Architekt:
WerkGemeinschaft Guttenberger, 70188
Stuttgart
- Subplaner:
Bez + Kock Architekten, 70174 Stuttgart
- Ausführendes Bauunternehmen:
Berger Bau GmbH, 94036
Passau


Die NOEplast Strukturmatrize Foehring ist einer Lattenstruktur aus
Lärchenholz mit unterschiedlichen Längen und Dicken nachempfunden. Die Struktur
ist so konzipiert, dass sie in Länge und Breite beliebig erweitert werden kann.

Bis zu zehn Millimeter betragen die Versprünge der einzelnen
Lattendicken. Um ein leichteres Ausschalen zu gewährleisten wurden die
Seitenflächen leicht abgeschrägt.

Die NOEplast Strukturmatrize Foehring ist so konzipiert, dass sie
beliebig oft aneinander gesetzt werden kann. Die Lattenstruktur selbst
unterstützt die klare, strukturierte Architektur des Bürgerhauses.

In Breite und Höhe lässt sich die NOEplast Strukturmatrize beliebig
ergänzen.

Viel Licht und Lichtspiele sind eines der wesentlichen
Gestaltungsmerkmale der Innenarchitektur des Bürgerhauses.

Sie bestimmen die Innenarchitektur des Bürgerhauses: dunkler
Natursteinboden und mit Hilfe von NOEplast strukturierte, helle
Sichtbetonflächen.

Sie bestimmen die Innenarchitektur des Bürgerhauses: dunkler
Natursteinboden und mit Hilfe von NOEplast strukturierte, helle
Sichtbetonflächen.

Die maximal lieferbare Länge der Strukturmatrize Foehring beträgt zehn
Meter. Darüber hinaus kann diese beliebig verlängert und auch verbreitert
werden.

Aufgrund seiner klaren Architektur und einer roten Aluminium-Außenfassade
erinnert das Bürgerhaus Unterföhring an einen überdimensionalen Ziegel. Die
Unterföhringer Bürger tauften es deshalb salopp „Kulturziegel“.