NOE Schaltechnik, 05.08.2010
URL:http://www.noe.de/2007-noe-fassadenschalung.html
Titel:2007: NOE Fassadenschalung

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NOE

Alles in einem: Absturzsicherung am Deckenrand, Deckenabschalung sowie Stütze und Montaghalterung für die Fassaden-Fertigteile.

NOE Fassadenschalung- und NOE Fallkopf-Deckenschalung

Der Teufel steckt im Detail

Enge Termine und knapp kalkulierte Preise sind das tägliche Brot für einen Bauleiter. Um den Neubau des Technikums – Reinraum Institut für Physik der TU Chemnitz trotzdem wirtschaftlich vernünftig und technisch überzeugend auszuführen, bot sich für die Steinle Bau, Oschatz neben den gängigen NOE Schalsystemen vor allem die Kombination von Fallkopfdecken- und Fassadenschalung von NOE an.

Chemnitzer Innovationen haben Tradition. Seit mehr als 160 Jahren wird hier gelehrt und geforscht und mit der "Königlichen Gewerbeschule", der Vorläuferin der heutigen Technischen Universität, begann damals der Aufstieg der Stadt zum angesehenen Industriestandort. Heute bietet die Technische Universität Chemnitz den mehr als 10.000 Studierenden ein breites Fächerspektrum und ein interdisziplinäres Studienangebot.
Auf dem Campus wird künftig ein Neubau das Institut für Physik mit physikalischen Labors, physikalisch-chemischen Labors, Praktikumsräumen und Büros beherbergen; außerdem einen Reinraum (Klassen 10/100T/1000T) für das Zentrum Mikrotechnologien (ZfM). Der Reinraum „Waferbearbeitung“ wird freistehend innerhalb des Neubaues, also baulich abgekoppelt, errichtet. Eingeschnitten in diesen teils unterkellerten Bau sind zusätzlich zwei unterschiedlich große Lichthöfe. Die weitere Gliederung ergibt sich durch die unterschiedlichen Geschosse. An der Nordostecke bauen sich fünf oberirdische Geschosse auf einer Fläche von ca. 40,00 x 18,00 m auf, der restliche Bereich ist nur zweigeschossig. Alles in allem eine nicht ganz einfache Kombination aus Ortbeton- und Fertigteilbauweise, geplant von der Rohdecan GmbH aus Dresden und umgesetzt von der Steinle Bau aus Oschatz.

Der Teufel steckt im Detail

Obwohl es sich auf den ersten Blick nur um eine „viereckige Kiste“ mit 106 m Länge und einer Breite von 43 m handelt, war die Aufgabe sowohl für die Baufirma als auch für den Schalungslieferanten äußerst anspruchsvoll, weil der Teufel bekanntlich im Detail steckt. So waren z. B. im Bereich der Fassaden 16 bzw. 25 cm starke Unterzugs- und Brüstungsfertigteile mit eingelegter Anschlussbewehrung für die Decken mit Längen in der Regel von 6,60 m, im Einzelfall aber bis zu 7,50 m und Einzelgewichten von bis zu ca. 10,5 Tonnen, mit in die Baukonstruktion einzuplanen. Rund 950 lfm Fertigteile waren so mit der NOE Fassadenschalung abzustützen und in die Fassade zu integrieren. Und diese Fertigteile ragen teilweise mit ihren Schraubanschlüssen in die monolithischen Wände der Treppenhäuser, folglich mussten sie also auf den Spindeln der NOE Fassadenrüstung abgesetzt und die Randbereiche zugeschalt werden. Außerdem hatte man noch Gleitlager in den Wänden, Schubdorne in den Dehnungsfugen und noch vielerlei komplizierte Einzelteile.
„Die Wände in diesen Bereichen können nicht allein stehend betoniert werden, man hat kraftschlüssige Übergänge und deshalb brauchen wir eine Schalung, auf die wir uns voll verlassen können “, sagte damals schon Oberbauleiter Dipl.-Ing. Helmut Höne. Seine Leute waren generell mit der NOE Schalung schon vertraut, sie wussten mit ihr umzugehen und man wollte deshalb keinerlei Experimente machen. Das Vertrauen in die NOE-Schaltechnik war wie eine Rückversicherung.
Bei den Wänden war der Sichtbeton ein beherrschendes Thema. Rund 14.400 m² Wandfläche waren insgesamt zu schalen, davon ca. 1.500 m² in Sichtbeton SB 3 und ca. 1.380 m² in Sichtbeton SB 4 nach einem vom Architekten vorgegeben Fugenraster in den Treppenhäusern. Hier galt es, in Abstimmung mit dem Architekten das Fugenbild so auszuführen, dass mit einer reduzierten Vorhaltemenge gearbeitet werden konnte. Und hier spielte die großflächige NOE Combi 20 Trägerschalung mit dem speziellen Gurtsystem wieder ihre Vorteile aus, praktisch stufenlos verstellen zu können. „Normale“ Schalungsecken einzuplanen ging nicht, wegen des Fugenbildes, also haben die Schalungstechniker von NOE Cottbus eben den Stoß genau in die Ecke verschoben – mit der NOE Combi 20 geht das! Und die Architekten waren auch zufrieden.
Schnell ging es schon im UG beim Einschalen der Wände, wo für die Sichtbetonflächen SB 3 mit rd. 340 m² Rahmenschalung NOEtop in der Hauptsache mit Großflächenelementen 2,65 x 5,30 m geschalt wurde – die Größe macht’s, nicht die Menge! Die Qualität der Sichtbetonflächen sprach letztlich sowohl für die Ausführung durch die Baufirma als auch für die eingesetzte Rahmenschalung. Aber auch für Wände ohne besondere Anforderungen an die Oberfläche, für Brüstungen und Attiken war die Rahmenschalung gefragt, rund 600 m² NOEtop bewährten sich in verschiedenen Stückelungen, genau so wie die 150 m² NOEalu L. Sie ist als Handschalung absolut kranunabhängig und steht für schnelles Umsetzen von Hand, außerdem bringt sie mit dem zulässigen Betondruck von bis zu 60 kN/m² höchste Einsatzzahlen.

Nicht die Menge macht’s

Rund 9.400 m² Flachdecken waren zum größten Teil 30 cm stark in Ortbeton und fast „durch die Bank“ in Sichtbeton SB 3 herzustellen; zusätzlich noch rund 200 m² Podeste und Decken für die Treppenhäuser in gleicher Sichtbetonqualität. Nach Absprache mit der Bauleitung schied der Einsatz traditioneller H20-Deckenschalung schon von vornherein aus. Wegen des engen Terminplanes hätte es der Vorhaltung zweier kompletter Decken bedurft. Die Geometrie des Gebäudes, das einfachere Handling und die Kombination mit der Fassadenrüstung bzw. Fassadenschalung von NOE-Schaltechnik sprachen für den Einsatz der NOEdeck, der Fallkopf-Deckenschalung. Über die gesamte Bauzeit wurden ca. 650 m² dieser Deckenschalung vorgehalten, während ca. 750 m² für zusätzliche Flächen im UG und nochmals ca. 600 m² zur Beschleunigung der Überschneidungsbereiche im EG und 1.OG eingesetzt wurden.
Auf dieser Baustelle gab sich in diesem Zusammenhang die NOE Fassadenschalung bzw. Fassadenrüstung dann auch mehr als Traggerüst denn als Schalung. Ist sie doch vorrangig Stützkonstruktion, um die Fertigteile während der Montage aufzunehmen, wenn man von ihrer Funktion als Deckenrandschalung einmal absieht. Sie wird auf die Brüstung aufgesetzt und besteht aus zwei Tragelementen zur Aufnahme der Fertigteile, außen starr, innen klappbar. Im Arbeitsrhythmus lässt sich die Schalung an der schon gesetzten Brüstung anklemmen und mit angedübelten Schrägstützen sichern, von oben wird dann das nächste Brüstungsfertigteil aufgesetzt und fixiert. Mit dem Umsetzen der Schalung beginnt die weitere Montage im Umkehrschluss, das heißt abklappen der inneren Fassadenelemente, abklemmen der Brüstungsbefestigung und Ausfahren der Fassadenschalung mit dem Kran. Gegen die vorlaufende und schon mit der Anschlussbewehrung versehene Brüstung lässt sich nun die Decke einschalen und betonieren – die Absturzkante ist durch das Brüstungsfertigteil gesichert; damit spart sich der Bauleiter neben der Absturzsicherung auch die Abschalung des Deckenrandes. Wichtig und der Sicherheit dienlich ist, dass die „Bedienung“ der Fassadenschalung nur von der sicheren Seite aus erfolgt! Ein weiterer Vorteil: Bis auf zwei neu entwickelte Teile werden für die Fassadenschalung ausschließlich Bauteile aus dem NOE Baukasten verwendet. Das rechnet sich! Dreißig dieser Doppel- sowie 5 der Einzeleinheiten in der Hauptbauzeit vom EG – 2.OG sowie zusätzlich 35 Einzeleinheiten zum Abdecken der Spitzen im 1./2.OG mit jeweils 6,0 m Konstruktionshöhe wurden vorgehalten, um in der vorgegebenen Zeit rd. 950 lfm Brüstungsplatten zu versetzen und die Geschossdecken dagegen zu betonieren. Oberbauleiter Dipl.-Ing. Helmut Höne war angetan von dieser Kombination auf der Baustelle in Chemnitz: „Der Bauablauf lässt sich mit dieser Kombination von Fallkopf-Deckenschalung und Fassadenrüstung immens beschleunigen. Bei den immer enger werdenden Terminen ist das eine enorme Erleichterung.“ Und die Vorteile des Frühausschalens der Decke konnten mit ca. 1.100 Fallkopfstützen E35 zusätzlich genutzt werden. Geschwindigkeit ist schließlich keine Hexerei!

Dienstleistung als Maß aller Dinge

Auf dieser Baustelle hieß es nicht, die Menge macht’s, hier war nur mit einem durchdachten Schalkonzept zum Erfolg zu kommen. Deshalb erstellte die NOE Niederlassung Cottbus schon im Vorfeld Schal- und Montagepläne mit allen Details, um Poliere und Bauleiter bei der Arbeitsvorbereitung zu entlasten. Es wurde nichts dem Zufall überlassen, „das könnte gerade bei Wand- und Deckenschalungen schnell zur Materialschlacht ausarten“, war von NOE Cottbus zu erfahren. Durch einen entsprechenden Planvorlauf konnten rechtzeitig Schalungsspitzen ermittelt und teure Ergänzungslieferungen verhindert werden. Alle Schalungsparameter wurden detailliert untersucht, Schalsysteme und genaue Mengen erarbeitet um nicht zuletzt auch kostenintensive Zwischentransporte zu vermeiden. Nur so waren die Vorstellungen und Vorgaben der Architekten auch exakt umzusetzen.

Eine ideale Ergänzung zur Fassadenschalung ist die Fallkopfschalung NOEdeck, die mit der Möglichkeit des Frühausschalens zusätzlich Zeit spart.

Praktisch stufenlos verstellbar: Die NOE Combi Trägerschalung mit dem speziellen Gurtsystem spielt hier wieder ihre Vorteile aus.

 

 



NOE Alulock ausgezeichnet L iF Product Design Award Focus Sicherheit Design Preis 2008 nominiert
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